Montag, 25. März 2013
Montag, 24. Dezember 2012
Sonntag, 2. Dezember 2012
love her blog: chloé diamandis
Meine wunderschöne Clara lebt seit ein paar Monaten schon auf Sizilien und führt endlich wieder einen Blog, in welchem sie ihren (zu wenigen!) Lesern Mode, Inspirationen und Musik zeigt. Schaut unbedingt mal rein, es lohnt sich!
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Sonntag, 21. Oktober 2012
Sonntag, 30. September 2012
interview mit marteria/marsimoto

INTERVIEW BEIM MARSIMOTO SOUNDSYSTEM (28.9.2012 Mannheim)
Erstmal vielen Dank für deine Zeit. Wie gehts dir? Bist du noch aufgeregt vor Konzerten?
M.: Super. Ist ja gar kein Konzert. Aufgeregt... na ja man sollte immer aufgeregt sein. Eigentlich ist es eher so, macht schon Spaß, mehr. Also bei Marsi hält sich die Aufregung in Grenzen. Er trägt ja auch 'ne Maske und so. Nein quatsch, ist ja sein Gesicht. Man freut sich eigentlich schon. Man hofft halt, dass man so fit ist und nicht müde. Das ist das wichtigste, glaub ich. Wenn man müde ist, ist das ein bisschen nervig.
Eben hast du erwähnt, dass du schon öfters in Mannheim warst. Hast du irgendwelche Lieblingsplätze?
M.: Sehr oft schon, ja. Wir haben hier mal ein Video von Marsi gedreht, ein Marsimoto Film, Wellness gedreht... unten bei der Hall of Fame und beim Rude 7, da sind auch mal ganz früher aufgetreten. Vor 25 Leuten oder so. Das war auch so einer der ersten Gigs. Dann sind wir hier auch aufgetreten... mit Marteria in der Feuerwache... und...
Kid Simius: Hola
M.: Hola (lacht) Ey es gibt hier unglaublichen Wahnsinn. Hühnersuppe als Tagessuppe... ein großes Hefeweizen wär noch geil.
Kid Simius: Ohhh...Si, senor.
M.: Auf unsere Reunion. Vier große Hefeweizen... helles. Das kannst du auch alles so eintippen... genauso wie es gesagt wurde.
Du warst dann auch hinten am Neckar für das Video, da an der Brücke.
M.: Ja
Grüner Samt ist ja 'ne ziemlich interessante Sache. Du hast ja was mit Torch gemacht...
M.: Marsi hat's gemacht. Könnt ihr bisschen ruhiger sein, weil wir aufnehmen, danke!
Und in Bezug auf Blauer Samt... dein Album war ja wohl dran angelehnt.
M.: Voll
Soll das so eine Art Hommage sein?
M.: Ja, also... es ist immer so... hat sich bei Marsi so ein bisschen durchgezogen. Die zweite Platte hieß ja "Zu zweit allein" und es gab ja von den Stieber Twins, die auch aus dieser Region kommen, Heidelberg, natürlich für alle bekannt... gerade bei Blauer Samt, so ein Meilenstein für uns war.
Das Handy klingelt.
Ben (Manager): Flugzeugmodus an ;-)!
M.: Ähm mit Torch hab ich ja gar nicht zusammengearbeitet. Ich hab noch nie ein Lied mit Torch gemacht. Ich hab nur das Album so genannt.
Naja, du hast ja öfters Hommages in deinen Liedern drin. Hast dir ja erst mal was von "Füchse" rausgeflückt und es halt etwas abgeändert, jetzt auch mit Jan Delay und Samy Deluxe, die dich jetzt geprägt haben als Rapper?
M.: Ja na klar, also ich finde das ja gut, dass man gerade von dieser neuen Generation von Leuten, die rappen oder so einfach mal Respekt zeigen sollte und nicht immer so denkt "Ey, die sind alle scheiße, wir vergessen die, weil wir sind jetzt die neuen, alles was davor war ist scheiße"... das find ich ist 'ne falsche Einstellung. Wir sind ja mit denen aufgewachsen, mit deren Tapes und deren Musik, von Stuttgart über Frankfurt... bis hin nach Hamburg oder Berlin oder so. Es gab halt immer viel Leute, man sollte ihnen den nötigen Respekt geben und nicht sagen "Hey, ihr seid jetzt die alten Säcke und wir sind die Neuen und ihr seid alle voll scheiße, das find ich total falsch. Eine Sache von Respekt und ich finde es wichtig... in meiner Musik kommt immer sowas vor, so Differenzen, aber... ich find das wichtig.
Gibt es jemanden, mit dem du gern zusammen arbeiten würdest?
M.: Ja, es gibt immer tolle Künstler. Ich find immer Sachen gut... Sachen neu zu machen, also nicht dass wenn man jetzt irgendwie Features mit dem und dem hat auf der nächsten Platte wieder mit dem und dem Features macht, sondern immer wieder was neues... auch zum Beispiel was so bei Marsi ansteht oder auch bei Marteria, dass man auch Sachen macht, die vielleicht bisschen unnormal sind, auf den ersten Blick, weil das nicht irgendwie Rap und Rap ist, sondern auch was mit Leuten aus ganz anderen Genres zusammenarbeitet. Das find ich halt sehr interessant, dass man auch sieht, dass Musik auch viel größer ist, als immer nur dieses "immer nur in dieser Szene zu sein". Da entstehen sehr sehr viele interessante Features, wenn man so diese Richtung geht.
Ja, das sieht man auch auf der Platte mit Miss Platnum und Yasha. Eine Frage, springst du bei "Lila Wolken" eigentlich vom 10er Turm runter?
M.: Nein, natürlich nicht, sein Penis ist viel zu klein. (Lachen) Ich dürfte ja nur vom 12 Meter Turm springen, gibts ja leider nicht. Ne... also bin ich nicht, ne... das sind einfach nur Partyszenen von Freunden... und nachts... die gute alte nachts im Schwimmbad einbrechen und einfach scheiße bauen...
Um ein bisschen abzudriften. Du warst ja früher Model... was hast du da für Erinnerungen dran?
M.: Ja, ganz früher. (Was lachst du da??)... Ja... was hab ich da für Erinnerungen? Das ist natürlich immer diese Frage, klar weil du einen Modeblog schreibst, hab den ja auch gesehen, es ist halt echt schon lange her, mittlerweile 10...11 Jahre oder so... also ist schon echt lange her. Das war nie mein Job, ich hab nie das gemocht irgendwie, in dieser Modelwelt zu arbeiten, aber dieses Drumherum und Partys und so... mit 18, ey so Neuland, Prêt-à-Porter, Paris und so, das war schon... da muss erstmal was kommen, so krasse Partys wird man wohl nie wieder so erleben, das war wirklich heftig, was da aufgefahren wurde damals, aber die Szene oder die Modeszene an sich... von Fotografen bis Designer... bis Models ist sehr sehr schwierig und nicht, ganz und gar nicht meine Welt.
Und, eine Frage, die du bei Interviews nicht mehr hören kannst?
M.: Die eben (lacht). Nein, aber du bist ja Modebloggerin. Also ich versteh das, wenn man Interview macht für Frauenmagazine oder Blogs oder Fashionsachen oder so, ist das ganz normal. Ich versteh auch, dass einen das alles so interessiert, aber dass einen so eine Biographie interessiert, ja dann eigentlich.. wissen die Leute es meist eh... und dann müssen sie das auch nicht mehr fragen.
Gehst du noch oft auf Rostock-Spiele?
M.: Ja, wenn wirs schaffen, auf jeden Fall, aber nur wenn wirs schaffen. Harter Fan.
Berlin ist ja für dich ziemlich top, hast du noch eine andere Lieblingsstadt in Europa?
M.: Ja, Granada. Find ich gut. Also Rostock ist natürlich die beste Stadt, aber Granada... also zuerst kommt Rostock, dann Berlin und Granada, also Granada ist echt geil, weil wir da die Marsi Platte gemacht haben und es hat einen geilen Vype, das ja wie Nevada in Spanien, so mit geilem Wetter, geilem Essen, geilem Schinken und so... das ist schon geil... und sonst...
Und sonst Großstadtmäßig?
M.: Ich hab viel gesehen, auf jeden Fall, deswegen...ich bin eher so ein Südamerikafan, jetzt mittlerweile geworden. Also ich bin eher so ein... ich war jetzt in Buenos aires, das find ich echt geil, wie das alle so ist in Südamerika, deswegen mag ich halt auch Spanien, weils da so Ähnlichkeiten gibt, also alles so ein bisschen "el loco"
Fließend Spanisch sprichst du dann auch?
M.: Auf jeden.
Zukunftspläne. 2013 steht bald an. Kannst du da was verraten?
M.: Ja, klar. Ich bin jetzt eifrig am schreiben und so. Ich schreib eigentlich jeden Tag, so ein, zwei Stunden Mukke für die Marteria Platte und ähm ja... momentan ist ja das "Lila Wolken" Ding... das hat voll krass eingeschlagen irgendwie als EP, obwohl das eigentlich nur so ein Zwischending war... das ist erstmal ganz geil, aber eigentlich ist schon die ganze Konzentration auf der Marteria Platte und ich versuch gute Songs zu schreiben oder irgendwie die Themen zu finden, die ich dann so aussortieren kann. Ich fahr dann jetzt nach Hawaii, am Montag und häng da ab und werd da auch weitertexten und schreiben und ähm dann hoff ich, hab ich so 10 Lieder zusammen und dann geh ich ins Studio und mach das fertig. Ich hoff, das geht schneller als bei der letzten Platte.
Schreibst du bevor du nen Beat hast oder andersum?
M.: Ich hab jetzt ganz viele Sachen ohn Musik geschrieben, einfach so geschrieben und grad auch Hooks und so, einfach so mit Melodien schon überlegt... aber jetzt merk ich gerade, brauch ich Beats. Ja... ne macht einfach total Bock als Rapper, wenn du Beats hast, du findest über nen Beat ganz schnell ein Thema, hab jetzt irgendwie drei-vier Songs, komplett neue Songs, einfach geschrieben, die ich überhaupt nicht auf meiner Vita hatte... ich hab so Songnamen für mein nächstes Album und jetzt hab ich so vier neue Songs, die ich gar nicht nicht auf dem Schirm hatte, die sind einfach so entstanden, weil ich nen Beat gehört hab. Das bedeutet einfach, ein Rapper braucht auch Beats und ich krieg auch immer richtig viele von meinen Jungs (lachen im Raum). Aber ja, es macht auch richtig Bock auf Beats zu schreiben.
Frage vergessen.
M.: Fraaaaaag. La musica. Fragen kommen geflooooooogen.
Ne... wie bist du mit dem Schreiben eingestiegen? Hast du einfach mal aus Zufall was aufgeschrieben und gemerkt, hey ich kann was oder wie war das?
M.: Ey, das ist so ein Interesse Ding. Wenn du anfängst zu tanzen, zu malen oder anfängst dich für Sachen zu interessieren oder anfängst zu angeln und Bock hast dann immer besser wirst im angeln, weil du es einfach irgendwie lernst, wie tief ein Fisch schwimmt oder so, wie viel Blei ich reinmachen muss, genauso ist das. Ich hab mich halt einfach dafür interessiert. In erster Linie ist man Musikliebhaber und hört es und fängt einfach an. Das ist das wichtigste für heute, dass man Musikfan ist und nicht Künstler. Dass man direkt sagt, es ist ein Beruf oder ein Job, egal wie anstrengend das ist, viele Sachen sind anstrengend. Also es ist kein Beruf. Es ist Leidenschaft und ähm das Ding ist einfach Fan-sein und wenn du dann irgendwas hörst und sagst: "Ich will auch gern so sein" oder so. So war das bei mir, ich wollte auch einfach rappen. Ich wollte auch einfach auf einer Bühne stehen oder so und natürlich war es am Anfang auch richtig scheiße, wies normal ist, also scheiß Reime oder so, aber du musst halt irgendwie dran bleiben, wenn du drauf Bock hast und dann ist auch nicht der erste Gedanke "Ich möchte damit Geld verdienen". Das ist der allerletzte Gedanke. Das ist irgendwie ein Traum.
Du willst einfach Mukke machen.
M.: Genau. Du willst Bock dabei haben und nicht irgendwie Geld verdienen. Aber dann denkst du dir irgendwann, wär schon geil, weil ich dann natürlich auch viele Sachen aufgebe, du gibst viele Sachen auf. Und wenn du viele Sachen aufgibst, ist das so ne Sache, musst du irgendwann damit Geld verdienen, sonst bist du halt am Arsch. Man ist auch zwischendurch am Arsch, ein paar Jahre arbeitslos, außer der Spanier vielleicht, waren alle arbeitslos. Und dann musst du halt dranbleiben. Man muss halt eine nette Vermittlerin beim Arbeitsamt haben, die sagt "Okay, ähm mach das mal. Ich versuch dir nicht irgendwie tausend Sachen reinzudrücken". Und wenn dann deine Arbeitsamtvermittlerin auf einem Konzert ist, ist das doch das Schönste.
Hörst du irgendwie auch anderem Hip Hop außer aus Deutschland? GB oder Amerika?
M.: Ich hör alles, was cool ist. also Hip Hop... logisch, ich hör Musik einfach. Die 3-Groschenoper hab ich mir gestern gekauft. (Zu Ben) Heute hab ich mir die 3-Groschenoper von Kurt Weill gekauft. Hmm. Für 7,99€ bei Saturn.
Ich hör viel klassische Musik, inspiriert mich sehr viel zum schreiben.
Auch so 60er Jahre?
M.: Eher so 20er/30er Jahre. Bisschen Swing.
(Spanische Trinksprüche im Hintergrund. Es wird angestoßen auf einen guten Abend. Prost!)
Du hast auch mal einen Track auf genommen mit Mädness. Wie wars denn so mit dem zu arbeiten?
M.: Wir haben halt früher ziemlich viel abgehangen. Mittlerweile haben wir ganz wenig Kontakt, was ziemlich schade ist, weil ein super Typ ist, auch. Ich hab damals die erste Marsiplatte in Darmstadt released bei Magnum 12, unser erstes Label, deswegen war ich immer in Darmstadt. die ganzen Jungs aus Darmstadt, Mädness, damals noch Kehlkopf Records... das war so eine Clique, haben halt früher immer so abgehangen. Mädness war halt ein geiler Typ und dementsprechend hab ich auch ein Track gemacht.
Wann/Wie bist du so in die Mannheim/Heidelberg Region gekommen?
M.: Auch über Bookings irgendwann. Das war aber auch Paul Ripke, mit dem ich viel mache. Er ist halt auch Heidelberger. Deswegen bin ich hier auch oft im Urlaub gewesen, bei seiner Mutter im Haus, direkt in Heidelberg. Mannheim/Heidelberg ist ja alles ziemlich dicht. Ich fahr ja auch noch Autorennen auf dem Hockenheimer Ring (lacht). Also ist einfach ne coole Gegend und haben hier halt sehr gute Fans. Die Region hat uns schon immer sehr gepusht, auch jetzt in Darmstadt oder so. Da kommen immer unheimlich viele Leute zu unseren Konzerten. Auch heute so bei so einem DJ-Gig sind knapp 1000 Tickets weg, im Vorverkauf und das ist schon irre so. Eigentlich nicht normal. Diese Region ist so neben Berlin unsere stärkste Region in Deutschland.
Paul ist ja auch in Heidelberg mitaufgetreten. Macht das er das immer oder nur so speziell, weil er zuhause war?
M.: Wenn er schon dabei ist, dann muss er auch rappen. Aber der kann ja nicht immer, der hat auch sein eigenes Leben, hat zwei Kinder, eine Frau und ist ja noch nebenbei mittelmäßiger Fotograf, ja aber wenn er mal Zeit hat und bei uns mit dabei ist, dann soll er natürlich auch rappen.
Vielen Dank fürs Interview an Four Musics, Marten Laciny und Co.!
(c)VL, LP
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